(Exportiert aus dem Etherpad zum Workshop.)
1. Hochschulbibliographie der MHH (Markus Schmiel – Bibliothek der Medizinischen Hochschule Hannover)
- Läuft seit 2008
- Motivation: Leistungsorientierte Mittelvergabe (LOM) anhand von Publikationsdaten
- Qualitätsprobleme bei Daten (Doppelmeldungen etc.)
- Ziel auch automatische Berechnung der LOM (erst unterdrückt, dann auf Wunsch des Präsidiums der MHH eingeführt)
- Hochschulbibliographie nur Nebenprodukt der professionalisierten LOM-Berechnung (kein Nachteil)
- Pubmed zentraler Ausgangspunkt der Metadatenerfassung; nur wenige Artikel nicht in Pubmed und müssen manuell ergänzt werden
- Zentrale Information zum Thema auf der Website der MHH: http://www.mh-hannover.de/bibliothek_hobib.html
- MHH-Bibliographie http://www.refworks.com/refshare/?site=047931198213200000/RWWS6A619751/000031199720621000
- Tag “Hochschulbibliografie” im Weblog der MHH: http://mhhbibliothek.wordpress.com/tag/hochschulbibliografie/
- RefShare zur Präsentation der Hochschulbibliografie
- Eingabefehler manuell korrigieren, ggf. nach Nachforschung
- Publikationstypen nicht “bibliothekarisch”, nicht einmal logisch, sondern vor allem historisch gewachsen.
- Problematik der Mehrfachmeldungen; jetzt nur noch Meldung von Autoren der eigenen Abteilung
- Sonderfall “Buchfächer” (u.a. Medizingeschichte, -ethik): quasi fiktive Impactfaktoren
- RSS-Feed aus Bibliografie ins Weblog der MHH eingefügt
- “Weihnachtsbibliografie”: “Da gucken se alle rein” – beliebteste Ausgabeform (pdf)
- Zahlreiche Ausgabeformate: RefShare, pdf (Weihnachtsbibliografie), Forschungsbericht, LOM (‘geheim’) – alles aus derselben Datengrundlage
- Ergebnis: große Transparenz der Mittelverteilung
- Hauptzeitraum der Meldungen: letzte sechs Wochen des Jahres (schwierig für Bearbeitung in Bibliothek)
- 75% aus Pubmed importiert, Rest: Buchexporte, sehr geringer Teil: vollständig manuell erfassen
- Viele statistischen Auswertungen möglich, “Impact-Punkte” je Autor, ggf. sortiert nach Instituten etc.
- keine öffentlichen Rankings gewünscht
- nicht gemeldete Publikationen kommen nicht in die Bibliografie (kein Ehrgeiz seitens Bibliothek für Ergänzungen – wahrscheinlich zu aufwendig)
- Personalaufwand: ca. 1/2 Stelle in der Bibliothek (Dez. bis März 1 Person vollständig mit beschäftigt)
- Primär wird die Bibliographie angesehen um herauszufinden, ob man seine Publikation schon gemeldet hat. Darum findet der Großteil der Zugriffe auf das aktuelle Jahr statt.
- Ca. halbe Stelle erforderlich, um das zu stemmen
- Repository, Open Access: kein Thema, einzig Impact Factor zählt (sehr konservativ)
- Eine Kollegin prüft, ob Speichern des Postprints im Intranet rechtlich zulässig
2. Informationskompetenz und E-Learning an der TIB/UB (Kati Koch – TIB/UB)
- Seit 2007 Stelle für Informationskompetenz an TIB/UB
- An Aufgabe IK alle Standorte beteiligt (Auskunftsbereiche, Fachreferate): AG IK
- Schulungsforum, AG Schüler (am Anfang)
- Maßnahmen (v.a. aktivierende Lernmethoden, technisch unterstütz durch “Education Center’ – speziell konfigurierte Notebooks für Übungen); Personal: nicht Lehrer, sondern Moderator; Methode wird auch versucht auf Studierende zu übertragen
- Werbung ist wichtig, bei Hochschulveranstaltungen dabei sein und Bibliothek+Möglichkeiten vorstellen (Studierende ansprechen)
- Details zu Aktivitäten, Kooperationen (intern und extern) etc. siehe Präsentation
- Aufwand und Nachfrage nicht überall im richtigen Verhältnis (Problem auch in anderen Bibliotheken)
- Entwicklung “nützlicher” Informationsdienste, die auch genutzt werden
- Interessantes Detail: Verschiedene Varianten der Videoproduktion, die TIB/UB durchgespielt hat. Wichtige Ziel: YouTube-Channel für alles, plus Links zu Videos dort, wo Benutzer die Informationen benötigen
- Screenr als schnelles Tool: quick and dirty, aber nützlich (auch intern anwendbar! also für Mitarbeiter)
- maximale Länge 90 Sekunden (wie im Radio seit Ende der 1980er Jahre, um die Aufmerksamkeitsspanne nicht zu überdehnen)
- Livedemo Screenr: Es wird deutlich, daß man ohne allzu große Einarbeitung rasch zu brauchbaren Ergebnissen kommt. Aufwand-Nutzen-Verhältnis sehr gut
- Routine beschleunigt die Screenr-Videoerstellung
- Idee: Benutzerfragen via Internet mit Screenr-Videos beantworten (Citavi probiert das gerade link: http://citavi.com/de/forms/supportanfrage.aspx unten rechts)
3. vufind – Erste Versuche (Christian Hauschke – Bibliothek der Fachhochschule Hannover)
- Folien:http://www.slideshare.net/hauschke/hobsy2011vufindpptx
- Schon auf vorigem HOBSY-Workshop Idee diskutiert, vufind für HOBSY-Katalog zu verwenden.
- ähnliches System wie Primo oder … – technisch und funktional gar nicht so unterschiedlich, aber open source
- Folien schon auf http://bibhann.wordpress.com/2011/06/23/vufind-beim-hobsy-workshop-2011/ verlinkt.
- Interessant: von vornherein geeignet für mobile Endgeräte, gesonderte App nicht erforderlich!!!
- Automatisch guter Permalink vergeben.
- sehr lebendige Benutzer- und Entwicklerszene, Chefentwickler diskutiert auf Mailingliste mit (Kulturschock im Vergleich mit Entwicklungszyklen bei OCLC/PICA-Systemen)
- Ab 1.7.2011 offizielles Angebot von VZG für vufind-Unterstützung: Alle Metadaten aus dem CBS gehen auch in vufind-geeigneten Index (Aktualisierung über Nacht).
- Einsatz bereits in: Villanova University, TUB Hamburg-Harburg, VZG (Suchkiste)
- Interessant: Integration von Website / Weblog der Bibliothek in den Suchindex, einschl. Facetten-Browsing in den Ergebnissen
- “Keine Amateurgeschichte für kleine Kirchenbibliotheken, sondern ein erwachsenes Softwaresystem.”
- Frage Nowak: Ausleihschnittstelle? Teil des Hostings bei VZG? Hauschke: Glaube ja (Benutzerkonto über DAIA):
- Benutzerkonto (was hat Nutzer X ausgeliehen?) ist nicht teil von DAIA, sondern der Benutzer-unabhängige Status (ist Titel X verfügbar und wenn nicht wann wieder?)
- Cooles Detail: Irgendwie FRBRisiert vufind die Titel, bei einer Beisielsuche werden andere Ausgaben / AUflagen des angezeigten Werks in Randspalte angezeigt. Vermutung: Wenn Titel und Verlag identisch wird Werkidentität vermutet.
4. Das ISBN-Tool AutoLink TIB/UB (Bernhard Tempel – TIB/UB)
- Dokumentation und Anleitung zur Anpassung an den eigenen Bibliothekskatalog: http://www.tempelb.de/autolink-tibub/
- Voraussetzung: Als SSG-Fachreferent Vollständigkeit beim Erfassen neuer Literatur angestrebt
- Notwendigerweise viele Online-Quellen, z.b. keine Nationalbiblografie im angelsächsischen Raum
- ISBN kann “per Hand” recherchiert werden (“Hat TIB diesen Titel bereits?”), aber das ist mühselig
- Clientbasierter automatischer Abgleich, Abgleichergebnis wird in die jeweilige Webite neben der ISBN eingeblendet
- Als Plattform Greasemonkey gewählt, Erweiterung für hausgemachte Skripte im Browser Mozilla Firefox
- Automatisch wird beim Abgleich Link in den TIB-Katalog erzeugt, unter Nennung der Signatur, und je nach Ergebnis (positiv/negativ) visuell hervorgehoben
- Sehr nerdige Präsentation. Bernhard Tempel verändert im Zuge seiner Präsentation rasch den Quellcode seines skripts, um es auf den Katalog einer anderen Bibliothek anzupassen.
- Fazit: Greasemonkey ist toll
[...] (Vgl. die erste Hälfte) [...]
[...] Teilnehmern kooperativ in einem Etherpad protokolliert, das dann anschließend in zwei Postings (1, 2) gekippt wurde. Sehr gründlich und [...]
[...] Ausführlich dazu der HOBSY-Blog: http://bibhann.wordpress.com/2011/06/23/hobsy-workshop-2011-die-erste-halfte/ [...]