HOBSY-Workshop 2011: Die erste Hälfte

(Exportiert aus dem Etherpad zum Workshop.)

1. Hochschulbibliographie der MHH (Markus Schmiel – Bibliothek der Medizinischen Hochschule Hannover)

  • RefShare zur Präsentation der Hochschulbibliografie
  • Eingabefehler manuell korrigieren, ggf. nach Nachforschung
  • Publikationstypen nicht “bibliothekarisch”, nicht einmal logisch, sondern vor allem historisch gewachsen.
  • Problematik der Mehrfachmeldungen; jetzt nur noch Meldung von Autoren der eigenen Abteilung
  • Sonderfall “Buchfächer” (u.a. Medizingeschichte, -ethik): quasi fiktive Impactfaktoren
  • RSS-Feed aus Bibliografie ins Weblog der MHH eingefügt
  • “Weihnachtsbibliografie”: “Da gucken se alle rein” – beliebteste Ausgabeform (pdf)
  • Zahlreiche Ausgabeformate: RefShare, pdf (Weihnachtsbibliografie), Forschungsbericht, LOM (‘geheim’) – alles aus derselben Datengrundlage
  • Ergebnis: große Transparenz der Mittelverteilung
  • Hauptzeitraum der Meldungen: letzte sechs Wochen des Jahres (schwierig für Bearbeitung in Bibliothek)
  • 75% aus Pubmed importiert, Rest: Buchexporte, sehr geringer Teil: vollständig manuell erfassen
  • Viele statistischen Auswertungen möglich, “Impact-Punkte” je Autor, ggf. sortiert nach Instituten etc.
  • keine öffentlichen Rankings gewünscht
  • nicht gemeldete Publikationen kommen nicht in die Bibliografie (kein Ehrgeiz seitens Bibliothek für Ergänzungen – wahrscheinlich zu aufwendig)
  • Personalaufwand: ca. 1/2 Stelle in der Bibliothek (Dez. bis März 1 Person vollständig mit beschäftigt)
  • Primär wird die Bibliographie angesehen um herauszufinden, ob man seine Publikation schon gemeldet hat. Darum findet der Großteil der Zugriffe auf das aktuelle Jahr statt.
  • Ca. halbe Stelle erforderlich, um das zu stemmen
  • Repository, Open Access: kein Thema, einzig Impact Factor zählt (sehr konservativ)
  • Eine Kollegin prüft, ob Speichern des Postprints im Intranet rechtlich zulässig

2. Informationskompetenz und E-Learning an der TIB/UB (Kati Koch – TIB/UB)

  • Seit 2007 Stelle für Informationskompetenz an TIB/UB
  • An Aufgabe IK alle Standorte beteiligt (Auskunftsbereiche, Fachreferate): AG IK
  • Schulungsforum, AG Schüler (am Anfang)
  • Maßnahmen (v.a. aktivierende Lernmethoden, technisch unterstütz durch “Education Center’ – speziell konfigurierte Notebooks für Übungen); Personal: nicht Lehrer, sondern Moderator; Methode wird auch versucht auf Studierende zu übertragen
  • Werbung ist wichtig, bei Hochschulveranstaltungen dabei sein und Bibliothek+Möglichkeiten vorstellen (Studierende ansprechen)
  • Details zu Aktivitäten, Kooperationen (intern und extern) etc. siehe Präsentation
  • Aufwand und Nachfrage nicht überall im richtigen Verhältnis (Problem auch in anderen Bibliotheken)
  • Entwicklung “nützlicher” Informationsdienste, die auch genutzt werden
  • Interessantes Detail: Verschiedene Varianten der Videoproduktion, die TIB/UB durchgespielt hat. Wichtige Ziel: YouTube-Channel für alles, plus Links zu Videos dort, wo Benutzer die Informationen benötigen
  • Screenr als schnelles Tool: quick and dirty, aber nützlich (auch intern anwendbar! also für Mitarbeiter)
  • maximale Länge 90 Sekunden (wie im Radio seit Ende der 1980er Jahre, um die Aufmerksamkeitsspanne nicht zu überdehnen)
  • Livedemo Screenr: Es wird deutlich, daß man ohne allzu große Einarbeitung rasch zu brauchbaren Ergebnissen kommt. Aufwand-Nutzen-Verhältnis sehr gut
  • Routine beschleunigt die Screenr-Videoerstellung
  • Idee: Benutzerfragen via Internet mit Screenr-Videos beantworten (Citavi probiert das gerade link: http://citavi.com/de/forms/supportanfrage.aspx unten rechts)

3. vufind – Erste Versuche (Christian Hauschke – Bibliothek der Fachhochschule Hannover)

  • Folien:http://www.slideshare.net/hauschke/hobsy2011vufindpptx
  • Schon auf vorigem HOBSY-Workshop Idee diskutiert, vufind für HOBSY-Katalog zu verwenden.
  • ähnliches System wie Primo oder … – technisch und funktional gar nicht so unterschiedlich, aber open source
  • Folien schon auf http://bibhann.wordpress.com/2011/06/23/vufind-beim-hobsy-workshop-2011/ verlinkt.
  • Interessant: von vornherein geeignet für mobile Endgeräte, gesonderte App nicht erforderlich!!!
  • Automatisch guter Permalink vergeben.
  • sehr lebendige Benutzer- und Entwicklerszene, Chefentwickler diskutiert auf Mailingliste mit (Kulturschock im Vergleich mit Entwicklungszyklen bei OCLC/PICA-Systemen)
  • Ab 1.7.2011 offizielles Angebot von VZG für vufind-Unterstützung: Alle Metadaten aus dem CBS gehen auch in vufind-geeigneten Index (Aktualisierung über Nacht).
  • Einsatz bereits in: Villanova University, TUB Hamburg-Harburg, VZG (Suchkiste)
  • Interessant: Integration von Website / Weblog der Bibliothek in den Suchindex, einschl. Facetten-Browsing in den Ergebnissen
  • “Keine Amateurgeschichte für kleine Kirchenbibliotheken, sondern ein erwachsenes Softwaresystem.”
  • Frage Nowak: Ausleihschnittstelle? Teil des Hostings bei VZG? Hauschke: Glaube ja (Benutzerkonto über DAIA):
    • Benutzerkonto (was hat Nutzer X ausgeliehen?) ist nicht teil von DAIA, sondern der Benutzer-unabhängige Status (ist Titel X verfügbar und wenn nicht wann wieder?)
  • Cooles Detail: Irgendwie FRBRisiert vufind die Titel, bei einer Beisielsuche werden andere Ausgaben / AUflagen des angezeigten Werks in Randspalte angezeigt. Vermutung: Wenn Titel und Verlag identisch wird Werkidentität vermutet.

4. Das ISBN-Tool AutoLink TIB/UB (Bernhard Tempel – TIB/UB)

  • Dokumentation und Anleitung zur Anpassung an den eigenen Bibliothekskatalog: http://www.tempelb.de/autolink-tibub/
  • Voraussetzung: Als SSG-Fachreferent Vollständigkeit beim Erfassen neuer Literatur angestrebt
  • Notwendigerweise viele Online-Quellen, z.b. keine Nationalbiblografie im angelsächsischen Raum
  • ISBN kann “per Hand” recherchiert werden (“Hat TIB diesen Titel bereits?”), aber das ist mühselig
  • Clientbasierter automatischer Abgleich, Abgleichergebnis wird in die jeweilige Webite neben der ISBN eingeblendet
  • Als Plattform Greasemonkey gewählt, Erweiterung für hausgemachte Skripte im Browser Mozilla Firefox
  • Automatisch wird beim Abgleich Link in den TIB-Katalog erzeugt, unter Nennung der Signatur, und je nach Ergebnis (positiv/negativ) visuell hervorgehoben
  • Sehr nerdige Präsentation. Bernhard Tempel verändert im Zuge seiner Präsentation rasch den Quellcode seines skripts, um es auf den Katalog einer anderen Bibliothek anzupassen.
  • Fazit: Greasemonkey ist toll

3 Antworten zu HOBSY-Workshop 2011: Die erste Hälfte

  1. [...] Teilnehmern kooperativ in einem Etherpad protokolliert, das dann anschließend in zwei Postings (1, 2) gekippt wurde. Sehr gründlich und [...]

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